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Artigos

Bd. 12 Nr. 1 (2024): Edição especial em comemoração aos 200 anos de imigrações alemãs (1/2)

A vitalidade de marcas linguísticas do alemão (Hunsrückisch) em relação à dominância do português em contato no Brasil e na Bacia do Prata

Eingereicht
Juni 4, 2024
Veröffentlicht
2024-07-04

Abstract

Die vorliegende Untersuchung befasst sich mit der sprachlichen Vitalität des Hunsrückischen im Kontakt mit dem Portugiesischen in den Gebieten von dessen Diffusion und Gebrauch in Brasilien, Argentinien (Misiones) und Paraguay. Mittels pluridimensionaler Makroanalysen von Daten aus dem ALMA-H (Atlas Linguístico Contatual das Minorias Alemãs na Bacia do Prata: Hunsrückisch - v. www.ufrgs.br/projalma) wurde in einem Netz von 44 Forschungspunkten die Dominanz des Portugiesischen in den verschiedenen Interviewgruppen des Projekts nach der Generation der Sprecher (GI = 18 bis 36 Jahre alt; GII = über 50 Jahre alt) und ihrem Bildungsniveau (Ca = vollständige oder unvollständige Hochschulbildung; Cb = bis zur Sekundarstufe) analysiert. Auf der Grundlage von Messungsverfahren zum <Grad der Dominanz des Portugiesischen im Hunsrückischen> als Antwort auf den Satz CgramI_43 des ALMA-H-Fragebogens wurden die Ergebnisse auf die Karte übertragen, um Makrotendenzen in verschiedenen Dimensionen zu erkennen. So wurde festgestellt, dass sich 1. in der diagenerationellen Dimension (also durch Apparent-Time-Vergleiche) ein deutlicher Anstieg der portugiesischen Elemente im Hunsrückischen der GI verzeichnen lässt, was auf einen Wandel in progress hin zum allmählichen Verlust deutscher Merkmale hindeutet. Darüber hinaus ist 2. in der diastratischen Dimension eine zunehmende Präsenz portugiesischer Merkmale insbesondere in Ca zu beobachten, was auf eine höhere Schulbildung und den damit verbundenen größeren Einfluss der Schriftsprache zurückzuführen ist. 3. In der diatopischen Dimension spiegeln die beobachteten Tendenzen die Reihenfolge der Besiedlung (nämlich stärkere Beibehaltung in den Gebieten der so genannten alten Kolonien als in den Orten der neuen Kolonien) die regionale Herkunftsmatrix der Einwanderer und deren demografische Repräsentativität wider, die sich in den Gebieten der Erstbesiedlung ebenfalls kohärenter und bedeutsamer zeigt. 4. In der diareligiösen Dimension schließlich wurde der Erhalt des Deutschen nicht kategorisch mit den lutherischen Sprachgruppen in Verbindung gebracht, wie in der Literatur behauptet (Willems, 1940), sondern dieser Parameter erscheint mit anderen genannten Faktoren kombiniert. Hinzu kommt die Rolle der traditionellen Förderung der deutschen Sprache durch Schule, Kirche und Presse, vor allem im Gebiet der so genannten „alten Kolonien“ von Rio Grande do Sul, was den Prozess der Konsolidierung einer relativ stabilen Vitalität des Hunsrückischen in Anbetracht seiner 200-jährigen Präsenz in Brasilien erklärt.

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