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Artigos

Bd. 11 Nr. 2 (2023): Sonderausgabe (Dossier): Die neue deutsche Soziologie der Literatur

Der Ästhetische Widerstand im Roman eines Schicksallosen von Imre Kertész

Eingereicht
Januar 21, 2024
Veröffentlicht
2024-02-02

Abstract

Im Zentrum dieses Beitrages steht die Frage, wie und unter welchen Bedingungen Imre Kertész Roman eines Schicksallosen in Bezug zum Konzept des Ästhetischen Widerstandes gesetzt werden kann. In der Analyse wird einführend der Einfluss des Konzentrationslagers auf den Körper, die Sprache und den Geist des Protagonisten und seiner Mitgefangenen anhand von Textpassagen nachgezeichnet. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der sprachlichen Gestaltung, insbesondere innerhalb der direkten Rede, welche an Untersuchungen zur Pidgion-Sprache bzw. der Lagerszspracha der Konzentrationslager anknüpft. Im zweiten Abschnitt, der mit Vorüberlegungen zum Ästhetischen Widerstand eingeleitet wird, wird untersucht, inwiefern Kultur und Ästhetik im Allgemeinen auch als Instrument der Entmenschlichung durch die Nationalsozialisten genutzt wurden und wie sich sowohl in der Realität als auch innerhalb der Textdiegese der Gewalt der Konzentrationslager durch ästhetische Strategien zu entziehen und zu widersetzen versucht wurde. In der Gesamtbetrachtung wird klar, dass der Roman eines Schicksallosen nicht nur als bloßes Produkt des Ästhetischen Widerstandes behandelt werden kann, sondern darüber hinaus Verbindungen zu weiteren Formen des Ästhetischen Widerstandes offenbart.

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