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Artigos

Bd. 11 Nr. 1 (2023): Sonderausgabe: 250 Jahre der Veröffentlichung "Die Leiden des jungen Werthers"

Werther – O suicídio e a eternização do amor

Eingereicht
Dezember 11, 2023
Veröffentlicht
2023-12-22

Abstract

Zusammenfassung: Ziel dieses Beitrags ist es zu demonstrieren, wie Goethes Roman Die Leiden des jungen Werther die Idee des Todes – in diesem Fall des Selbstmordes als Verewigung der Liebe– als Ausweg aus einer zwischen Individuum und Gesellschaft orientierten Überzeugung darstellt. Zu diesem Zweck werden zwei konstitutive Unterscheidungen des Romans analysiert – die erste zwischen Individualität und Gesellschaft und die zweite, als Kontrapunkt, zwischen Bewusstsein und Kommunikation. Dabei soll gezeigt werden, wie die Perspektive des Romans das Soziale als aus sozialen Rollen, Kommunikationen, aufgezwungenen Diskursen und Institutionen zusammengesetzt darstellt, die den Individuen ihre Regeln diktieren, und wie sich die Einbindung in kodifizierte soziale Kommunikation als Enteignung von Individualität erweist. Und dies wiederum macht sichtbar, wie der Diskurs, durch den man die Gesellschaft verlassen will, ein soziales Ereignis ist, denn die Kommunikation existiert nur, solange man in sie eingebunden ist. Schlüsselwörter: Goethe; Werther; Individualität; Gesellschaft; Selbstmord.

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