Professor Adjunto UFRGS;
Mestrado em Literatura Alemã e Americanística (1984, FU Berlim - Alemanha);
Doutorado Literatura Comparada (2002, IL - UFRGS);
Professor do Instituto Goethe em Berlim, São Paulo e Porto Alegre;
Leitor do DAAD na Universidade do Porto, Portugal;
Professor visitante na UFRGS;
Desde 1995, professor efetivo do Setor de Alemão/Instituto de Letras/UFRGS;
Chefe do Departamento de Línguas Modernas (2003-2005);
Pós-Doutorado na Rheinische Friedrich Wilhelms Universität em Bonn, Alemanha (2005-2006);
Coordenador das Literaturas Estrangeiras Modernas no Programa de Pós-Graduação em Letras/UFRGS (2007-2009).
Zusammenfassung: Ziel dieses Beitrags ist es zu demonstrieren, wie Goethes Roman Die Leiden des jungen Werther die Idee des Todes – in diesem Fall des Selbstmordes als Verewigung der Liebe– als Ausweg aus einer zwischen Individuum und Gesellschaft orientierten Überzeugung darstellt. Zu diesem Zweck werden zwei konstitutive Unterscheidungen des Romans analysiert – die erste zwischen Individualität und Gesellschaft und die zweite, als Kontrapunkt, zwischen Bewusstsein und Kommunikation. Dabei soll gezeigt werden, wie die Perspektive des Romans das Soziale als aus sozialen Rollen, Kommunikationen, aufgezwungenen Diskursen und Institutionen zusammengesetzt darstellt, die den Individuen ihre Regeln diktieren, und wie sich die Einbindung in kodifizierte soziale Kommunikation als Enteignung von Individualität erweist. Und dies wiederum macht sichtbar, wie der Diskurs, durch den man die Gesellschaft verlassen will, ein soziales Ereignis ist, denn die Kommunikation existiert nur, solange man in sie eingebunden ist.
Schlüsselwörter: Goethe; Werther; Individualität; Gesellschaft; Selbstmord.