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Dossiê temático

Bd. 14 Nr. 1 (2026): Dossiê temático: 100 anos de Ingeborg Bachmann

Referência a Atena na literatura de língua alemã do Pós-Guerra: uma figura de identificação poética no poema “Mein Vogel”, de Ingeborg Bachmann

Eingereicht
Mai 12, 2026
Veröffentlicht
2026-07-25

Abstract

Der Text untersucht die Bezugnahme auf Pallas Athene in Texten von Gottfried Benn, Ingeborg Bachmann und Paul Celan, die innerhalb der Nachkriegsliteratur jedoch divergierende Positionen einnehmen. Gleichzeitig fungiert Athene dabei als poetische Identifikationsfigur. Unter anderem verschiebt sich dadurch ihre traditionelle Verbindung mit dem philosophischen Denken – symbolisiert durch die Eule – hin zur Sphäre der Dichtung. Sichtbar werden so poetische Entwürfe, die auf unterschiedliche Weise auf Dynamiken des Intellekts beruhen und sich auf einer Ebene der Abstraktion entfalten. Zugleich wenden sie sich der sprachlichen Materialität sowie der Körperlichkeit der dargestellten Figur zu – Aspekte, die in den Texten selbst thematisiert werden. In den einzelnen Abschnitten wird untersucht, wie Athene, die sich durch die Fähigkeit zur Weit- und Scharfsichtigkeit – also zur Wahrnehmung dessen, was den meisten verborgen bleibt – auszeichnet, jeweils mit spezifischen literarischen Elementen verknüpft wird. Im Zentrum der Analyse steht das Gedicht „Mein Vogel“ von Bachmann. Die untersuchten Darstellungen verorten Athene in einer ‚verheerten‘, von Zerstörung bedrohten Welt. Daraus ergibt sich ein Kontrast zu ihrem aus der Antike stammenden Bild als ‚unberührbarer‘ Göttin, deren wesentliches Merkmal ihre Unverletzlichkeit ist. Es ist naheliegend, dass die Untersuchung der Figur der Athene in der modernen Literatur zu einem Verständnis der Verschränkung poetisch-ästhetischer und politisch-kultureller Dimensionen beitragen kann.

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