Presseethik und Diskursmechanismen im 17. Jahrundert? Überlegungen zu Tobias Peucers De relationibus novellis

Joachim Peters

Resumo


Der Aufsatz nimmt die argumentative Struktur in Tobias Peucers Dissertation
De relationibus novellis (Leipzig 1690) in den Blick und beschreibt die Sicht Peucers auf eine
„angemessene” Presseberichterstattung in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Dies betrifft
nicht zuletzt auch die Frage nach den persönlichen Dispositionen des Nachrichtenschreibers und
der „inneren Haltung“, mit der die frühmodernen Zeitungstexte verfasst wurden. Insbesondere ist
im Hinblick auf Peucer und seine Zeitgenossen die Frage nach der zeitgenössischen
Ausdifferenzierung von fiktionalen und faktualen Textsorten zu stellen. Auch offensichtlich
fiktionale Texte bedienen sich sprachlicher Beglaubigungsstrategien, mit denen Glaubwürdigkeit
herausgestellt und Faktualität postuliert wird. Das Spannungsfeld zwischen Unterhaltung,
Nachrichtenwert und Glaubwürdigkeit von Nachrichten wird auch bei Peucer eindringlich und
nach den wissenschaftlichen Standards der Zeit diskutiert.

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ISSN:1980-7589